Türchen #18 – Kohle für Kultur

Türchen #18 – Kohle für Kultur

Zur Kultur gehört auch die Bandszene. Dieses Türchen bietet deswegen neben meinem persönlichen Highlight aus dem Koalitionsvertrag auch einen persönlich wärmstens zu empfehlen den Veranstaltungshinweis für heute Abend.

Auch die regionale Bandszene geht in Pandemiezeiten digitale neue Wege.

Dank der @warehousestage gibt es heute die @lostkeysoberberg um 18 Uhr live zu sehen:

https://www.facebook.com/100957071632409/posts/456185796109533
Türchen #14 – Gutes Leben in Stadt und Land

Türchen #14 – Gutes Leben in Stadt und Land

Während die Menschen in den Großstädten mühevoll Wohnraum suchen, finden die auf dem Land keinen Arzt, müssen immer weitere Wege zu Bahnhöfen, zum Einkaufen, zur Post und zur nächsten Bank auf sich nehmen. Wir wollen für gute Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land sorgen, und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Dafür werden wir Förderprogramme aufstocken und vereinfachen! #mehrfortschrittwagen

Türchen #12 – Projekte schützen

Türchen #12 – Projekte schützen

Europäische Fördermittel unterstützen großartige Projekte. Vor kurzem habe ich z.B. den Second-Hand-Tauschbasar der VSB gGmbH besucht, ein niedrigschwelliger Baustein eines Projektes zur Bekämpfung von Kinderarmut, auch eine Beratungsstelle und die Möglichkeit zur Begleitung bei Ämtern gehören zum Projektportfolio von
FamOus – Familien im Oberbergischen unterstützen und stärken (gefördert vom Europäischer Sozialfonds – ESF und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, durchgeführt von der VSB gGmbH und der Diakonie Michaelshoven Arbeit und Qualifizierung gGmbH https://www.vsb-ggmbh.com/famous.php). #BMAS #ESF #Akti(F) #VSB
Leider kommen aber nicht alle EU-Gelder in den Projekten an für die sie gedacht sind, sondern versickern in den Taschen Krimineller. Bisher konnte die EU solche Straftaten selbst nicht ahnden, sondern musste die Strafverfolgung den nationalen Strafbehörden überlassen, die Ergebnisse waren nicht immer zufriedenstellend. Mit der Europäischen Staatsanwaltschaft unter der erfahrenen Laura Kövesi, soll das nun anders werden. Als ehemalige Leiterin der Anti-Korruptionsbehörde in Rumänien hat sie bereits einige führende Politiker*innen der Korruption überführt. Bei ihr gehen schon heute viel mehr Anzeigen ein als sie bearbeiten können – wir wollen diese wichtige Arbeit stärken und den Missbrauch europäischer Gelder auch von der EU-Ebene aus verfolgen können und zur Anzeige bringen.
“Die Europäische Staatsanwaltschaft wollen wir finanziell und personell ausbauen.” (Koalitionsvertrag, S. 105).
Der Ausbau der Europäischen Staatsanwaltschaft wird dafür sorgen, dass Gelder noch zielgerichteter dort landen, wo sie dringend benötigt werden: bei engagierten Organisationen und Projekten.

WUNDERWERK HOLZBAU – Die Vorteile ökologischen Bauens und EU-Fördermittel für den Handwerksnachwuchs

WUNDERWERK HOLZBAU – Die Vorteile ökologischen Bauens und EU-Fördermittel für den Handwerksnachwuchs

Den Anfang unserer Veranstaltung im Waldbröler #Netzwerkgarten machte gestern Gerd Ribbeck. Seit sieben Jahren baut der Zimmerermeister, mittlerweile auch selbst, Häuser aus Massivholz oder in Holzrahmen-Bauweise. Wer liebt sie nicht, die alten Holzhäuser im Bergischen? Ein gutes Holzhaus lässt sich theoretisch auch nach 500 Jahren noch abbauen und woanders wieder aufbauen. Spannend, auch der Gedanke, dass das Holz eines Blockhauses die ersten ein, zwei Jahre arbeitet und sich Stockwerke dadurch um mehrere Zentimeter verschieben können.

Im Gegensatz zu Beton, der in seiner Herstellung ein relevanter Kohlendioxid-Verursacher sei, speichert Holz im Aufwuchs das Treibhausgas. Interessant ist selbst der ‚Recycling-Part‘, wenn klar wird, dass ein Holzhaus, später einmal zerlegt, keinen Sondermüll darstellt, sondern ein echtes Wertstofflager ist.

Auch finanziell ist die Holzbauweise trotz aktuell hoher Holz-Preise auf dem deutschen Markt ein Gewinn. Neben staatlicher Förderung seien die Heizkosten so gering, dass sich die Investition – auch aktuell – nach ca. 10 Jahren wieder gut rechnet.

Hin zur Holzbauweise gibt es einen spürbaren Trend, der auch im Lockdown an Fahrt gewinnt, wenn vermehrt Zeit im eigentlichen Wohnhaus verbracht wird. Ein Wandel, über den sich Gerd Ribbeck nicht nur unternehmerisch freut – „Seit zwei Wochen bin ich Opa“, erzählt der Leichlinger. „mein Enkelchen muss eine lebenswerte Zukunft haben.“
Aber es wurden gestern auch ganz pragmatische Themen diskutiert. Die Heizkosten sind in einem Holzhaus deutlich niedriger und auch im Sommer bleibt die Hitze draußen. Das Raumklima hält auch echten Belastungen stand, bei einem Brand sei es wesentlich sicherer als ein Haus aus Stein. Bei einem Test mit 1000 Grad heißen Flammen habe sich gezeigt, dass bei Steinwänden es nach gut einer Stunde der Nebenraum 500 Grad heiß werde. Bei einer Massivholzwand erhöhte sich die Temperatur im Nachbarraum dagegen nur um 1,8 Grad.
Überraschend auch die Erkenntnis, dass ein Holz, im Winter zu einer bestimmten Mondphase geschlagen, sei sehr widerstandsfähig gegen Pilze, so dass keine chemischen Holzschutzmittel nötig seien. Und angesichts des geringeren Gewichts brauche man auch nicht so große Fundamente wie bei einem Betonhaus. „Idealerweise sogar überhaupt keins.“
Gerd stellte anschaulich die möglichen Verankerungen vor, deren Arbeiten in nur einem Tag abgeschlossen seien, sieht aber auch in der Kombination, d.h. einem Holzbau auf Stein- oder Ziegelfundament, kein Problem.
Eine lebhafte Diskussion folgte, die den angesetzten Zeitrahmen derart brach, dass sie unterbrochen und auf persönliche Gespräche zwischen Gerd und Anwesenden im Nachgang an die Veranstaltung verschoben werden musste.
Den zweiten Teil übernahm ich dann selbst und stellte am Beispiel des durch Europäischer Sozialfonds – ESF– und Bundesumweltministerium-geförderten Projektes mach Grün in #Oberberg vor, wie Nachwuchsförderung im Handwerk auch politisch umgesetzt werden kann.
Während Fachkräfte im Handwerk heute Mangelware sind, und nicht nur Termine schwer zu ergattern und Rechnungen hoch sind, gibt es vor allem immer wieder Nachwuchssorgen auch in Oberbergischen Handwerksbetrieben. „mach Grün! Zukunft in Deiner Hand“ bietet Ferien-Camps rund um das Thema grüneres Handwerk für junge Menschen in der Berufsorientierung an. Durch einen Kurzfilmbeitrag zu einem der FerienCamps, wurde das Präsentierte dann umso mehr greifbar, weil im Waldbröler Netzwerkgarten Backes, Zäune und Pflanzungen durch eben diese Jugendlichen in Eigenarbeit, bei ihrer Erforschung von Handwerksberufen, hergestellt wurden.
Eine klasse Veranstaltung, die nach einer Wiederauflage ruft!