Türchen #5 – Vielfalt gegen Einfalt

Türchen #5 – Vielfalt gegen Einfalt

Ein weiteres persönliches Highlight des Koalitionsvertrags ist das Selbstbestimmungsgesetz für trans- und intergeschlechtliche Menschen, die Aufhebung des Blutspendeverbotes für Gay- und Transpersonen, das Verbot der Konversionsbehandlung und die Anerkennung, dass Kinder, die bei zwei verheirateten Müttern aufwachsen, zu beiden gehören und nicht mehr von einer adoptiert werden müssen.

Vielfalt gegen Einfalt – Nur so sind wir den Herausforderungen der Zukunft gewachsen

Mehr Informationen:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/familienrecht-muetter-geburtsurkunde-100.html

Türchen #4 – Häusliche Gewalt bekämpfen

Türchen #4 – Häusliche Gewalt bekämpfen

Jeden dritten Tag wird statistisch eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Häusliche Gewalt nimmt weiterhin zu. Das eigene Zuhause muss Schutzzone sein und darf nicht zum Sicherheitsrisiko werden.
Bislang waren Frauenhäuser und auch Beratungsstellen bundesweit jedoch unterfinanziert. Schutzräume dürfen aber nicht von der Postleitzahl abhängen. Die Beteiligung des Bundes an der Regelfinanzierung ist ein wichtiger erster Schritt, über den ich mich sehr freue. Wichtig ist aber auch der Ausbau des Hilfesystems – inklusive Prävention!

Für Oberberger*innen:

Die (endlich) vorhandene neue Beratungsstelle in Gummersbach bietet hier Unterstützung:

Caritasverband für den Oberbergischen Kreis
Beratung nach dem Gewaltschutzgesetz
Talstraße 1
51643 Gummersbach
Leitung: Frau Schneider
Telefon: 02261 306-841
E-Mail: frauenhaus@caritas-oberberg.de
Das Frauenhaus ist erreichbar unter:
Caritasverband für den Oberbergischen Kreis
Frauenhaus
Talstraße 1
51643 Gummersbach
Leitung: Frau Schneider
Telefon: 02261 306-841
Fax: 02261 306-842
E-Mail: frauenhaus@caritas-oberberg.de

Für betroffene Kinder: nina + nico

Verein zur Beratung von Frauen, Mädchen/Jungen e.V.

Kaiserstraße 21-27
51643 Gummersbach
Telefon: 02261 24792
Handy: 0160 94906632
E-Mail: info@nina-nico.de

Natürlich gibt es auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – 08000 116016.

 

In Oberberg bietet das Netzwerk No darüber hinaus vielfältige Anlaufstellen: Mehr Infos im Flyer des #NetzwerkOberberg (Downloadlink):

Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden

Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden

Deutlich mehr Windräder und Solardächer, Kohleausstieg bis 2030, Internationale Zusammenarbeit forcieren, Arbeitsverbote für Migranten aufheben und vieles andere mehr. Aber was sind diese vielen anderen Themen? Wir haben uns als Team überlegt einen „Koalitions-Adventskalender“ zu gestalten, mit dem wir euch Türchen für Türchen über die Adventszeit hinweg, meine „persönlichen Highlights“ aus dem Vertragswerk vorstellen.
Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden
Als ehemalige Geschäftsführerin im gemeinnützigen Bereich, mit vielfältiger Erfahrung in der Beantragung von EU-Fördermitteln #EHAP, liegt mir das Thema „Überwindung von offener und verdeckter Wohnungslosigkeit“ ganz besonders am Herzen. Die EU will Obdachlosigkeit bis 2030 beseitigen. Entsprechend begeistert mich unser klar gesetztes Ziel, im selben Zeitraum, hier in Deutschland, nicht nur der Obdachlosigkeit, sondern auch der Wohnungslosigkeit mit einem ‚Nationalen Aktionsplan‘ konsequent die Stirn zu bieten. Ganz besonders freue ich mich dabei über das „Housing First“-Konzept für junge Menschen.
Mehr zum Thema findet ihr im Koalitionsvertrag:
Zur EU-Initiative gegen Obdachlosigkeit geht es hier lang:
Allen Oberberger*innen möchte ich noch das EHAP-Projekt und das gestartete Winternotprogramm ans Herz legen: https://www.rundschau-online.de/…/augen-aufhalten-und…
Mut zur Solidarität

Mut zur Solidarität

Wir befinden uns in einer absoluten Notsituation. Die Fallzahlen steigen und steigen, die Intensivstationen sind vielerorts überlastet, Kliniken müssen zum Teil Patientinnen und Patienten in andere Bundesländer verlegen. Jetzt heißt es konsequent und gemeinsam handeln. Bund und Länder, die Kommunen, die Bürger*innen. Was macht die Politik?

Wir brauchen den Schutzwall in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, mit den Maßnahmen, die jeweils passen und wirken. Dazu haben wir den Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) überarbeitet und die Änderungen im Bundestag beschlossen. Was bedeutet das konkret?

Corona bekämpfen wir durch Maßnahmen und durch Impfen. Wir haben die Ausrüstung zur Pandemiebekämpfung erneuert und verbessert. Neben bekannten Maßnahmen wie Maskenpflicht, Obergrenzen bei Einrichtungen und Veranstaltungen und Abstandsgebot kommt ein Maßnahmenkoffer hinzu, der zugleich effektiv und rechtssicher ist. Instrumente, die durch die Änderungen zur Verfügung stehen werden, sind:

–              Wiedereinführung kostenloser Corona-Tests

–              Einführung von 2G, 2G+ und 3G Regeln durch die Länder in Gastronomie und im Rahmen von
Veranstaltungen. Die Bundesländer haben damit mehr individuellen Handlungsspielraum als je zuvor.

 –              3G am Arbeitsplatz

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen einen Impf-, Genesenen- oder einen Testnachweis vorlegen und mit sich führen. Wer keinen Nachweis vorlegt, darf die Betriebsräume nicht betreten. Arbeitgeber müssen Tests ermöglichen, die Nachweise dokumentieren und täglich prüfen. Schnelltests sind alle 24 Stunden und PCR-Tests alle 48 Stunden durchzuführen und dem Arbeitgeber nachzuweisen. Unternehmer drohen Geldstrafen, wenn Tests, Impf- oder Genesenen Nachweise nicht richtig dokumentiert sind oder Arbeitnehmer ohne 3G-Nachweis den Betrieb betreten. Wer einen Impfausweis fälscht, dem drohen ebenfalls Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren. Auch bei gefälschten Tests drohen Strafen.

 –              Homeoffice-Pflicht

Arbeitgeber sind verpflichtet Homeoffice anzubieten und Arbeitnehmer müssen das Angebot annehmen. Nur bei zwingenden betrieblichen Gründen oder guten Gründen des Arbeitnehmers lässt sich davon abweichen.

 –              3G-Regel im Nah- und Fernverkehr

Nur Geimpfte, Genesene und Negativgetestete dürfen Busse und Bahnen nutzen.

 –              Kinderkrankengeld und Entschädigung wenn Kitas oder Schulen pandemiebedingt schließen müssen. Gleichzeitig werden die Regelungen zur Entschädigung bei Kinderbetreuung nach dem IfSG bis 19. März 2022 verlängert.

Wir brauchen besonders den Schutz unserer Kinder – vor der Erkrankung durch Corona und für so viel Normalität wie möglich, für so viel Schule und Kita wie möglich. Gerade Kindern sind wir einiges schuldig. Entsprechend bleibt es auch bei einem vereinfachten Zugang zu Sozialleistungen wie Hartz IV und dem Kinderzuschlag.

–              Finanzielle Hilfen für Krankenhäuser

 –              Testpflicht in Pflegeheimen

 –              Verlängerung der Unterstützung von Künstler:innen und anderen

Die Absicherung der soloselbständigen Kulturschaffenden über die Künstlersozialversicherung wird gewährleistet.

 Mit diesem neuen Infektionsschutzgesetz geben wir die Entscheidungshoheit in der Pandemiebekämpfung wieder zurück in die Hände der Parlamente.

 Ein nationaler Pandemierat sollte von der Regierung eingerichtet werden, um das Vorgehen und die Informationspolitik beratend zu gestalten, und eine langfristige Strategie zu entwickeln.

 Wir brauchen jetzt, unabhängig von Übergangszeiten in der Regierung, verantwortungsvolles Handeln – von der Politik, aber auch von allen Bürger:innen durch solidarisches Handeln (Einhaltung der AHA+L-Formel) und hohe Impfbeteiligung.

 Wichtig ist, dass wir dieser vierten Welle mit effektiven Maßnahmen und einer hohen Impfquote begegnen. Gemeinsam müssen wir uns neu besinnen. Die nun breite klinische Erfahrung mit Corona-Impfstoffen sollte auch bislang Ungeimpften neuen Mut für Solidarität geben.

 Alle Bürger:innen müssen jetzt mit anpacken. Unser Gesundheitswesen darf insbesondere nicht durch schwere Verläufe Ungeimpfter überfordert werden. Die dringend notwendige breite Unterstützung Aller, braucht eine offene Kommunikation und stringente Maßnahmenpläne. Über eine klare Informationsstrategie, eine nachvollziehbare Ablaufplanung und konzertierte Info-Kampagnen, kann und muss Falsch- und Desinformation vorgebeugt, bekämpft und im Ergebnis maximal mögliche Sicherheit gewährleistet werden.

Hitzewarnungen in Oberberg und NRW

Hitzewarnungen in Oberberg und NRW

50°C – Das klingt nach Saudi Arabien oder Katar – ist aber tatsächlich Lytton, in Kanada (British Columbia). Ein Wald-Städtchen, das auf annähernd demselben Breitengrad (N’50) liegt, wie #Oberberg.
Waldbrände, wie zuletzt auch hier bei uns, haben dort nicht nur zur Evakuierung der Einwohner geführt – Sie haben Lytton zerstört.
So passioniert wir seit 40 Jahren für Naturschutz und gegen den Klimawandel kämpfen – Es wird Zeit, sich auch mit den Klimawandelfolgen zu befassen, und umfassende Konzepte für die unvermeidlichen Herausforderungen nicht erst auszuarbeiten, wenn es zur Katastrophe gekommen ist.
Auch und gerade (N ’50, #Hömerich) hier in Oberberg.

Hier geht es zu dem aktuellen Lagebericht aus Lytton, Kanada in der taz