Türchen #12 – Projekte schützen

Türchen #12 – Projekte schützen

Europäische Fördermittel unterstützen großartige Projekte. Vor kurzem habe ich z.B. den Second-Hand-Tauschbasar der VSB gGmbH besucht, ein niedrigschwelliger Baustein eines Projektes zur Bekämpfung von Kinderarmut, auch eine Beratungsstelle und die Möglichkeit zur Begleitung bei Ämtern gehören zum Projektportfolio von
FamOus – Familien im Oberbergischen unterstützen und stärken (gefördert vom Europäischer Sozialfonds – ESF und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, durchgeführt von der VSB gGmbH und der Diakonie Michaelshoven Arbeit und Qualifizierung gGmbH https://www.vsb-ggmbh.com/famous.php). #BMAS #ESF #Akti(F) #VSB
Leider kommen aber nicht alle EU-Gelder in den Projekten an für die sie gedacht sind, sondern versickern in den Taschen Krimineller. Bisher konnte die EU solche Straftaten selbst nicht ahnden, sondern musste die Strafverfolgung den nationalen Strafbehörden überlassen, die Ergebnisse waren nicht immer zufriedenstellend. Mit der Europäischen Staatsanwaltschaft unter der erfahrenen Laura Kövesi, soll das nun anders werden. Als ehemalige Leiterin der Anti-Korruptionsbehörde in Rumänien hat sie bereits einige führende Politiker*innen der Korruption überführt. Bei ihr gehen schon heute viel mehr Anzeigen ein als sie bearbeiten können – wir wollen diese wichtige Arbeit stärken und den Missbrauch europäischer Gelder auch von der EU-Ebene aus verfolgen können und zur Anzeige bringen.
“Die Europäische Staatsanwaltschaft wollen wir finanziell und personell ausbauen.” (Koalitionsvertrag, S. 105).
Der Ausbau der Europäischen Staatsanwaltschaft wird dafür sorgen, dass Gelder noch zielgerichteter dort landen, wo sie dringend benötigt werden: bei engagierten Organisationen und Projekten.
Türchen #8 – Frauen verdienen mehr

Türchen #8 – Frauen verdienen mehr

Historisch hat die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Politik nie eine Rolle gespielt. So offensichtlich der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Gleichstellung heute scheint – Fakt ist: Auch heute noch liegt das durchschnittliche Einkommen von Frauen knapp 20 % unter dem der Männer. Über die ganze Lebenszeit betrachtet, verdient eine Frau sogar nur die Hälfte des Einkommens eines Mannes.
Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen hat viele Gründe:
Frauen sind übermäßig repräsentiert in schlechter bezahlten Berufsgruppen. Auch jetzt in der Pandemie wird klar, dass es vor Allem Frauen sind, die in Minijobs arbeitend, ihr Einkommen verlieren. Der größte Teil der unbezahlten Haus- und Pflegearbeit – wird von Frauen geleistet. Frauen sind unterrepräsentiert in gut bezahlten Führungsetagen – oft werden sie sogar für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt.
Das fairer zu gestalten, wollen wir auf vielfältige Weise angehen. Durch
– eine bessere soziale Absicherung von Minijobs,
– die Abschaffung des Ehegattensplittings und der Steuerklasse 5 und
– vor allem durch eine klare Lohntransparenz.
Unser politisches Ziel ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen in allen Lebensphasen.
Türchen #5 – Vielfalt gegen Einfalt

Türchen #5 – Vielfalt gegen Einfalt

Ein weiteres persönliches Highlight des Koalitionsvertrags ist das Selbstbestimmungsgesetz für trans- und intergeschlechtliche Menschen, die Aufhebung des Blutspendeverbotes für Gay- und Transpersonen, das Verbot der Konversionsbehandlung und die Anerkennung, dass Kinder, die bei zwei verheirateten Müttern aufwachsen, zu beiden gehören und nicht mehr von einer adoptiert werden müssen.

Vielfalt gegen Einfalt – Nur so sind wir den Herausforderungen der Zukunft gewachsen

Mehr Informationen:
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/familienrecht-muetter-geburtsurkunde-100.html

Türchen #4 – Häusliche Gewalt bekämpfen

Türchen #4 – Häusliche Gewalt bekämpfen

Jeden dritten Tag wird statistisch eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Häusliche Gewalt nimmt weiterhin zu. Das eigene Zuhause muss Schutzzone sein und darf nicht zum Sicherheitsrisiko werden.
Bislang waren Frauenhäuser und auch Beratungsstellen bundesweit jedoch unterfinanziert. Schutzräume dürfen aber nicht von der Postleitzahl abhängen. Die Beteiligung des Bundes an der Regelfinanzierung ist ein wichtiger erster Schritt, über den ich mich sehr freue. Wichtig ist aber auch der Ausbau des Hilfesystems – inklusive Prävention!

Für Oberberger*innen:

Die (endlich) vorhandene neue Beratungsstelle in Gummersbach bietet hier Unterstützung:

Caritasverband für den Oberbergischen Kreis
Beratung nach dem Gewaltschutzgesetz
Talstraße 1
51643 Gummersbach
Leitung: Frau Schneider
Telefon: 02261 306-841
E-Mail: frauenhaus@caritas-oberberg.de
Das Frauenhaus ist erreichbar unter:
Caritasverband für den Oberbergischen Kreis
Frauenhaus
Talstraße 1
51643 Gummersbach
Leitung: Frau Schneider
Telefon: 02261 306-841
Fax: 02261 306-842
E-Mail: frauenhaus@caritas-oberberg.de

Für betroffene Kinder: nina + nico

Verein zur Beratung von Frauen, Mädchen/Jungen e.V.

Kaiserstraße 21-27
51643 Gummersbach
Telefon: 02261 24792
Handy: 0160 94906632
E-Mail: info@nina-nico.de

Natürlich gibt es auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – 08000 116016.

 

In Oberberg bietet das Netzwerk No darüber hinaus vielfältige Anlaufstellen: Mehr Infos im Flyer des #NetzwerkOberberg (Downloadlink):

Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden

Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden

Deutlich mehr Windräder und Solardächer, Kohleausstieg bis 2030, Internationale Zusammenarbeit forcieren, Arbeitsverbote für Migranten aufheben und vieles andere mehr. Aber was sind diese vielen anderen Themen? Wir haben uns als Team überlegt einen „Koalitions-Adventskalender“ zu gestalten, mit dem wir euch Türchen für Türchen über die Adventszeit hinweg, meine „persönlichen Highlights“ aus dem Vertragswerk vorstellen.
Türchen #1 – Obdach- und Wohnungslosigkeit beenden
Als ehemalige Geschäftsführerin im gemeinnützigen Bereich, mit vielfältiger Erfahrung in der Beantragung von EU-Fördermitteln #EHAP, liegt mir das Thema „Überwindung von offener und verdeckter Wohnungslosigkeit“ ganz besonders am Herzen. Die EU will Obdachlosigkeit bis 2030 beseitigen. Entsprechend begeistert mich unser klar gesetztes Ziel, im selben Zeitraum, hier in Deutschland, nicht nur der Obdachlosigkeit, sondern auch der Wohnungslosigkeit mit einem ‚Nationalen Aktionsplan‘ konsequent die Stirn zu bieten. Ganz besonders freue ich mich dabei über das „Housing First“-Konzept für junge Menschen.
Mehr zum Thema findet ihr im Koalitionsvertrag:
Zur EU-Initiative gegen Obdachlosigkeit geht es hier lang:
Allen Oberberger*innen möchte ich noch das EHAP-Projekt und das gestartete Winternotprogramm ans Herz legen: https://www.rundschau-online.de/…/augen-aufhalten-und…